Michael
Preiser,
geboren 1973 in Erlangen, absolvierte seine musikalische Ausbildung in Detmold/Dortmund bei Prof. Arnulf von Arnim, in Berlin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Prof. Annerose Schmidt, sowie an der Folkwang-Hochschule Essen (Klasse Prof. A. v. Arnim), wo er im Januar 2005 das Konzertexamen mit Auszeichnung abschloß, ergänzt durch das Kapellmeister-Diplom in der Klasse von Prof. David de Villiers. Weitere wichtige Anregungen erhielt er darüber hinaus auf zahlreichen Meisterkursen, u.a. bei Igor Shukov, Vitaly Margulis, Grigory Gruzman und Peter Feuchtwanger.
Neben seinen rein pianistischen Qualitäten hat Preiser sich vor allem durch ungewöhnliche Programme und sein besonderes Engagement für zu Unrecht vernachlässigte Komponisten und Werke einen Namen gemacht. So finden sich in seinem Repertoire neben den „Klassikern“- etwa Kompositionen von Max Reger, Nicolaj Medtner, Guillaume Lekeu, Kaikhosru Sorabji, Wilhelm Furtwängler oder Karol Szymanowski, dessen 12 Etüden op.33 Preiser 1999 in der Reihe „MM::99- Kammermusik des 20. Jahrhunderts“ zur Aufführung brachte. Seither war Preiser in zahlreichen Konzerten zu Gast, u.a. in London (St.-Martin’s-in-the-Fields), Luxembourg (Théâtre National), beim 1. Hessisch-Russischen Kulturfestival (1. Klavierkonzert von N. Medtner), bei den Städtischen Bühnen Münster (Schubert-Projekt), den „Integralkonzerten“ Recklinghausen (Medtner- Portrait), sowie beim Klavierfestival Ruhr. Zusammen mit den Bergischen Symphonikern unter der Leitung von David de Villiers stellte er im Herbst 2004 mit dem „Symphonischen Konzert“ von Wilhelm Furtwängler eines der anspruchsvollsten Klavierkonzerte des Repertoires dem begeisterten Essener Publikum vor.
Als Dirigent machte
Michael Preiser
erstmals im Oktober 2004 auf sich aufmerksam, als er u.a. in der Oetker-Halle Bielefeld das Deutsche Requiem von Johannes Brahms dirigierte. Seit Oktober 2005 ist er Leiter des Oratorienchores der Westfälischen Wilhelms Universität Münster, mit dem er in der Folgezeit -gemeinsam mit dem Universitätschor Bielefeld- u.a. den „Messias“ von Händel sowie das Weihnachtsoratorium von Bach zur Aufführung gebracht hat. Darüber hinaus wählte ihn der neu gegründete „Konzertchor Bielefeld“ Anfang 2006 zu seinem Leiter. Im Januar 2007 dirigierte Preiser Nino Rotas „Aladin“ in einer Ko-Produktion des Grillo- und Aalto-Theaters Essen, es folgten Aufführungen des ebenfalls selten zu hörenden "Stabat mater" von Karol Szymanowski, der Es-Dur-Messe von Franz Schubert, der Orgel-Symphonie von Saint-Saens u.v.a. Preiser war des Weiteren als Assistent des künstlerischen Leiters bei den „Loreley-Festspielen“, sowie projektweise am Théâtre National Du Luxembourg, dem Aalto-Theater Essen, dem Dortmunder Theater, dem Stadttheater Gießen sowie an den Städtischen Bühnen Münster tätig. Seit September 2010 ist Preiser Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach und übernimmt ab Sommer 2012 die künstlerische Leitung des Niederrheinischen Kammerorchesters Moers.
Für seine Interpretationen der Musik Max Regers wurde Preiser im September 2005 mit dem 2. Preis beim Internationalen Max-Reger-Wettbewerb 2005 ausgezeichnet. Eine CD-Einspielung mit Werken von Nikolaj Medtner und Sergej Rachmaninow ist im selben Monat bei ars musici erschienen und im Handel erhältlich.