Michael Preiser – Pressestimmen

„…Der münsterische Pianist ist bekannt dafür, sich die dicksten Brocken der Literatur mit geradezu unverschämter Leichtigkeit zu erschließen. Medtners „Nachtwind-Sonate“ von 1907 ist ein solcher Brocken, ein monströser Einsätzer von fast 40 Minuten, dessen technischer Anspruch und düstere Strenge ohnegleichen sind. […] Preiser liest, versteht und spielt auf eine so unmittelbare Weise, als wäre er selbst der Komponist. Diese kreative Nachschöpfung einer auf Anhieb kaum verständlichen, atemlos dichten und ruhelosen Musik versetzt die Zuhörer in sprachloses Staunen.“

(Westfälische Nachrichten, 24.11.2003)


„Seinen Klavierabend [… ] beginnt er mit Haydn. Mit den f-Moll Variationen, die er mit so viel Sorgfalt, liebevollem Ausdruck und Klarheit durchmisst, als möchte er die Wiener Klassik neu erfinden. […] Preisers lupenreines Spiel wahrt selbst dann die Form, wenn sich Haydns Klaviersatz brodelnd zu orchestraler Größe erhebt. Umso stärker wirkt der sanft verklingende Schluss mit  den fahl schimmernden Oktaven.“

(Westfälische Nachrichten, 7.6.2004)


„Bewundernswert erschien die sowohl handwerkliche als auch geistige Virtuosität, mit welcher der junge Pianist all diese in jeder Hinsicht höchst anspruchsvolle Klaviermusik im Griff hatte.“

(Rheinische Post, 12.1.2005)


„Und der 31-jährige , der seit eineinhalb Jahren dem Oratorienchor Münster als musikalischer Assistent verbunden ist […], bewies als Dirigent ein sicheres als auch formgebendes Händchen beim Programmreigen der musikalischen Totenfeiern. […] Dankbar, so schien es, nahm der bemerkenswert einstudierte Chor die Herausforderung an, Brahms’ monumentale Requiemkomposition klanglich sorgfältig auszuloten. Am Schönsten gelang dies freilich in den liedhaft choralmäßigen Passagen, wo verhaltene Empfindsamkeit im dynamisch nuancierten „Leisegesang“ wunderbar herüber schwappte –ohne tränenschwere Gefühlslagen zu beschwören.
Als rhythmisch und präzisionsgeschärftes Profilierstück servierten Chor und Orchester –mit brillant besetzten Holzbläsern- „Alles Fleisch ist wie Gras“ und Preiser lenkte hier mit viel Sinn für gefühlvolle Steigerungsbögen.“

(Westfalen-Blatt Bielefeld, 26.10.2004)


„Akkurat bis in penibelst „sitzende“ Umschwung-Schnitte, zügig-straff, auf dass die Spannung nirgends durchhänge, hielt er die sieben Sätze [des Brahms-Requiems] zusammen und den groß besetzten Doppel-Apparat zu verbindlich ausformulierten Klangbildern an.“

(Neue Westfälische, Bielefeld, 26.10.2004)


„Was beim ersten Anhören ebenfalls faszinierte, waren die ungeheuren Kontraste, die […] vom Solisten, Michael Preiser , sowie dem Dirigenten mit seinem Klangkörper unglaubliche Flexibilität und Klangsinn erforderten. […] Zur Bewältigung dieses ganz großen Klavierkonzerts [Nikolaj Medtner: Klavierkonzert Nr.1 c-Moll op.33] brachte er eine absolut sichere Beherrschung der klavieristischen Virtuosität und eine enorm gewachsene, musikalisch künstlerische Reife mit.“

(Wetterauer Zeitung, 1.10.2003)


„Wie anspruchsvoll und hintergründig ein tief empfundener Ausdruck aus Mozarts spätem a-Moll-Rondo extrahiert werden kann, offenbarte Michael Preiser mit seinem sehr klaren und gehaltvollen Spiel:“

(Ruhr-Nachrichten, 12.8.2002)


„So wurden vor allem die „Sonata reminiscenza a-Moll“ und die „Sonata tragica c-Moll“ [beide von Nikolaj Medtner] in der sehr dichten, die schönen Strukturen nachzeichnenden Gestaltung Preisers zum beredten Zeugnis nostalgischer Rückbesinnung und tiefer Verzweiflung in einer politisch brisanten Zeit. Eine interessante Begegnung mit einem lange unterschätzten Komponisten.“

(Recklinghauser Zeitung, 22.11.2001)


„Rundum begeisternd der junge Pianist Michael Preiser . Er agierte nicht nur als souveräner, die Impulse der Solistin direkt umsetzender Begleiter, sondern profilierte sich vor allem mit eigenen Improvisationen und fünf „Lyrischen Stücken“ von Edvard Grieg.“

(Darmstädter Echo, 15.7.1996)


„Da wurde eine Gratwanderung durch Licht und Schatten zur musikalischen Realität, da war spontanes Erwachen nach lyrischer Gespanntheit angesagt. Preiser hielt auf Explosivität und gab den Sonatenhauptsatz [Brahms: op.5]  –folgerichtig- als musikalisches Drama.“

(Frankfurter Rundschau, 7.6.1991)


„Der Abschluß mit Bach-Busonis Chaconne durch Preiser verdient fast eine eigene Rezension. Heben wir seien Sinn für die Zusammenführung der barocken Architektur des Solostücks für Violine mit dem pianistischen Glanz des Spätklassizismus heraus, und freuen uns an seinen Anschlagskünsten, mit denen er z.B. das Thema fast orgelgleich erklingen ließ, oder die Stelle, in der das Thema in lichtes Dur geführt wird, geradezu in überirdische Strahlen tauchte. Wirklich große Musik.“

(Frankfurter Neue Presse)